Leistung entwickeln statt nur bewerten: Performance Management gestalten
Leistung beruht nicht allein auf fachlicher Qualifikation. Im Arbeitsalltag zeigt sich Leistung vielmehr darin, ob Mitarbeitende ihre Kompetenzen einsetzen können und wollen und ob die Arbeitsbedingungen dies unterstützen. Entwicklungsorientiertes Performance Management verknüpft Anforderungen an Leistung und Versorgungsqualität mit Kompetenzentwicklung, Feedback und beruflichen Perspektiven.
Der Beitrag von Prof. Dr. Christine v. Reibnitz in der PflegeZeitschrift betrachtet individuelle Kompetenzen, Motivation und organisationale Rahmenbedingungen als Einflussgrößen auf die Leistung.
Ein Regelkreismodell für die Praxis
Ein praxisorientiertes Regelkreismodell führt Ziele, Kompetenzmanagement, Performance, Feedback, Kennzahlen und Talententwicklung zusammen. Performance Management wird dabei als fortlaufender Prozess verstanden, der neben der individuellen Entwicklung auch Führung und Arbeitsorganisation einbezieht. Für Pflegeeinrichtungen liegt der Nutzen eines entwicklungsorientierten Performance Managements vor allem darin, Leistungsanforderungen mit Führung und Personalentwicklung zu verknüpfen.
Dafür sollte es an bestehende Führungs-, Lern- und Gesprächsanlässe anschließen und nicht als zusätzliches Bewertungssystem neben dem Arbeitsalltag stehen. Für die Umsetzung eignen sich wenige verständliche Kriterien, kurze anlassbezogene Feedbackschleifen zusätzlich zum strukturierten Entwicklungsgespräch, konkrete Vereinbarungen und Entwicklungsangebote mit engem Bezug zur Versorgungspraxis.
Kompetenz, Leistungsbereitschaft und Arbeitsbedingungen sollten dabei gemeinsam betrachtet werden. Kennzahlen bleiben dabei eine Informationsquelle unter mehreren und müssen im jeweiligen Versorgungskontext interpretiert werden.
Den gesamten Artikel lesen Sie in der PflegeZeitschrift 11/2026
